Aussaat und Pflege von Blumensamen

blumen

Hier findest Du allgemeine Hinweise zur Aussaat und Pflege der Samenmischungen unserer Bienenbriefe

Schritt 1: Vorbereitung des Saatbeets

Für eine erfolgreiche Grünfläche, sollte vor der Einsaat das Saatbeet vorbereitet werden. Hierfür zuerst alles Unkraut entfernen.  Erkennst Du Wurzelunkräuter wie Kratzdistel, Löwenzahn oder Weißklee, sollte eine hartnäckigere Bodenbearbeitung erfolgen, da sich diese auch unterirdisch fortpflanzen können. Die Wurzelunkräuter können sich durch kleinste Wurzelüberbleibsel neu ausbilden und die Entwicklung unserer Samenmischung beeinträchtigen. Du solltest vor der Aussaat mähen und die Grasnarbe dann mit einer Hacke entfernen, sodass etwa die Hälfte Deiner Wiese freiliegt. Den Boden lockern und am Besten mit einer Harke krümelig bearbeiten. Allerdings sollte darauf geachtet werden nicht tiefer als 5cm zu graben, sodass tiefer liegende Unkrautsamen nicht an die Oberfläche gelangen.

Schritt 2: Aussaat

Der Boden ist bearbeitet und der Wetterbericht sagt morgen Regen voraus? Dann ist heute der perfekte Tag Deine Samenmischung einszusäen! Hört der Regen danach schnell wieder auf, musst Du mit der Gießkanne etwas nachhelfen. Die ersten 4-5 Wochen sollte der Boden durchgehend feucht gehalten werden. Für eine gleichmäßige Aussaat kannst Du die Samenmischung mit Sand und Sägemehl strecken. Dann einfach mit der Hand breit auf der Fläche auswerfen. Die Samen müssen nicht tief eingearbeitet werden, ein leichtes Andrücken oder Anwalzen genügt. Die Samen sollten jedoch vollständig vom Boden verschlossen sein. Du hast in den letzten Tagen gemäht? Für ein günstiges Keimklima kannst Du jetzt eine dünne Schicht Deines frischen Grasschnitts über die Samen streuen.

Schritt 3: Geduld

Wenn du den Boden feucht hältst, sprießen nach etwa drei bis vier Wochen die ersten Knospen. Manche Blumen werden schon im Aussaat-Jahr blühen, andere im nächsten Frühjahr. In diesen ersten Monaten solltest Du bei einer Wiese, die Gräser kurz halten. Zumindest bis die jungen Blumen zu erkennen sind. So bekommen die Samen genug Sonnenlicht, um sich zu entwickeln. 

Schritt 4: Pflege

Auch wenn es verlockend klingt, solltest Du den Boden nicht unbedingt düngen. Tatsächlich entwickeln sich Wildblumen blütenreicher, auf einem nährstoffarmen Boden.  Um die Entwicklung dieser Frühjahrsblumen  zu unterstützen, solltest du besonders im Frühjahr bei einer Wiese die Gräser kurz halten. So bekommen die Samen mehr Sonnenlicht, um sich zu entwickeln. Sobald die jungen Blumen zu erkennen sind freuen sich sowohl Gräser, Blumen und etliche Insekten jedoch, wenn sie seltener gemäht werden. 

Das Mähen

Das Sensen von Wildblumen-Wiesen wird im Spätsommer gemacht, um die gebildeten Samen der Pflanzen auf den Boden zu bringen. Diese können dann noch im Spätersommer/Herbst keimen und dadurch einfach im nächsten Frühjahr wieder aufblühen. Im Herbst kommt der zweite Schnitt – der dem Abtrag von Nährstoffen dient. Das heißt, die Pflanzen werden gesenst (=unten am Holm mit einer Handsense abgetrennt) und anschließend entfernt (=auf den Kompost oder in den Wald gebracht). Andernfalls würden die abgestorbenen, einjährigen Pflanzen, wie Sonnenblumen, über den Winter verrotten. Diese bilden Humus (sehr nährstoffreich), was die Blumen wieder nicht vertragen. Elektro- oder Motorsensen kannst Du auch verwenden, allerdings auf keinen Fall einen Rasenmäher. Der würde das Schnittgut zu sehr zerkleinern, sodass man es danach schwer entfernen kann.

  • Optimal sind Handsense oder Balkenmäher für größere Flächen
  • Noch geeignet sind Elektro- oder Motorsensen, Wiesenmäher
  • Nicht geeignet sind Rasenmäher 

Schritt 5: Freuen

Ein paar Blüten blühen vielleicht schon in diesem Sommer. Die anderen Blumen erblicken erst im nächsten Frühjahr das Sonnenlicht. Du kannst dich auf eine bunte Blumenwiese freuen, mit mehr als 50 verschiedenen Blumen und Gräsern. Unsere Samenmischung enthält ausschließlich Wildblumen, Wildgräser und Leguminosen, die ein vielseitiges Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten bieten. Somit verschönerst Du mit Deinen Blumenwiesen nicht nur das Bild Deines eigenen Gartens, sondern trägst einen wichtigen Teil zum Artenschutz bei. 

Extra Tipp

Sollte im ersten Jahr doch ein paar Unkräuter auftauchen, dann kannst Du mit einem Schröpfschnitt eine weitere Ausbreitung verhindern. Ein Schröpfschnitt ist ganz einfach: Kurz vor der Samenreife die Beikräuter auf 5cm herunter schneiden um eine Verbreitung durch deren Samen zu verhindern. Einzelne Unkräuter wie die Ampfer kannst du einfach frühzeitig von Hand bis auf die Wurzel herausziehen.